Wenn aus Fehlern ein System wird
Das Erscheinungsbild einer Dyskalkulie kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt aber Auffälligkeiten, die immer wieder festzustellen sind.
Das Kind
- kann Mengen nicht sofort erkennen
- setzt Zahlwort (drei), Ziffer (3) und Menge (* * *) nicht zueinander in Beziehung
- hat keine klare Vorstellung von Begriffen wie mehr/weniger, dazu/weg, größer/kleiner
- vertauscht Zehner und Einer
- schreibt größere Zahlen in gesprochener Reihenfolge (z.B. 43850: viertausenddreihundertachtundfünfzig)
- kann Zahlen nicht flüssig vorwärts oder rückwärts aufsagen
- hat Schwierigkeiten bei Zehner- und Hunderterübergängen
- hat Probleme mit Nachbarzahlen und Vergleichen (< > =)
- versteht das Stellenwertsystem und den gegliederten Zahlenbegriff nicht (Einer, Zehner, Hunderter)
- klammert sich an konkrete Zählhilfen (Stifte, Steine, usw.)
- verrechnet sich häufig um 1
- versteht Platzhalter und Umkehraufgaben nicht
- verwechselt oft die Rechenarten
- erfasst bei Textaufgaben die Situation nicht und rechnet willkürlich mit den Zahlen
- kann nicht mit Einheiten, wie Geld, Zeit, Längen und Gewichten umgehen
- lernt Rechenoperationen auswendig ohne zu verstehen, was es damit tut


